„Wir wollen etwas bewirken"

Interview mit Mark Checkley, Geschäftsführer KEB UK

 

Seit September 2021 ist Mark Checkley als neuer Geschäftsführer von KEB UK für das Geschäft im Vereinigten Königreich verantwortlich. Im Interview spricht er über seine neue Rolle und die Zukunft des Unternehmens in einem Markt, der besondere Herausforderungen bereithält. Er erzählt außerdem, worauf es ihm persönlich bei der Zusammenarbeit mit Kollegen und Kunden ankommt.

 

Was sind Ihrer Meinung nach die Stärken von KEB Automation und wer sollte davon erfahren?

Ich sehe die Stärken von KEB in zwei Bereichen: Zunächst denke ich an das breite Portfolio, das wir anbieten und von dem KEB den Großteil im eigenen Haus entwickelt und baut. Außerdem verfügen unsere Mitarbeiter bei KEB über jahrelanges Wissen zu diesen Produkten – und darüber, wie sie in den unterschiedlichen Anwendungen eingesetzt werden. Dadurch sind wir in der Lage, unsere Kunden während des Konstruktionszyklus zu unterstützen und zu beraten. So können Lösungen realisiert werden, die ihren Marktbedürfnissen und Konformitätsanforderungen unserer Kunden am besten entsprechen. Wer KEB kennen sollte? Jeder, der KEB als Anbieter nutzen oder empfehlen kann. Das gilt vor allem dann, wenn dem jeweiligen Betrieb durch den Einsatz von hochleistungsfähiger Automatisierungs- und Antriebstechnik zu Wachstum verhelfen werden soll.

Was sind die besonderen Herausforderungen auf dem britischen Markt?

Es gibt die üblichen Herausforderungen, mit denen viele Unternehmen im Vereinigten Königreich konfrontiert sind. Dazu zählen die aktuelle Wirtschaftslage, die Bewältigung der Auswirkungen des Coronavirus und der Freistellungsregelung und die Änderung von Regularien nach dem Brexit. Die Besonderheit von KEB UK besteht darin, dass unser gesamtes Angebot und die damit verbundenen Erfahrungen noch nicht ausreichend bekannt sind. Außerdem zögern Ingenieure und Unternehmen generell, sich bereits in einem frühen Stadium des Entwicklungszyklus auf Gespräche einzulassen oder über ihre unmittelbare Zuliefererbasis hinauszuschauen. Unsere größte Herausforderung ist die frühzeitige Einbindung neuer OEMs in den Designzyklus.
   

Wie bewerten Sie die Rolle von KEB UK auf dem britischen Markt?

Wir verfügen über großartige Technologien und wollen diese in Großbritannien kontinuierlich fördern, um Wachstum zu gewährleisten. Wir wollen ein anerkannter und angesehener Lieferant sein. In allen Phasen – von der Entwicklung bis zur Auslieferung – und mit Produkten, die seit mehr als zehn Jahren im Einsatz sind, ist es unser Anliegen, einen hervorragenden Kundendienst und Support zu bieten. Das soll durch unser neues Vertriebsteam in Großbritannien erreicht werden.

 

Worauf soll sich KEB UK in Zukunft konzentrieren?

Unsere Produktentwicklung hilft uns bei der Beantwortung dieser Frage. Die Entwicklungen bei unseren Wechselrichtern der Generation 6 werden ein Schwerpunkt sein. Da diese sehr vielfältig sind, sind auch die Anwendungsbereiche breit gefächert: von der Lufttechnik über die Prozess- und Verpackungsindustrie, Recycling und erneuerbare Energien bis hin zu einem sehr interessanten Bereich, der Elektromobilität. Parallel dazu arbeiten wir weiter an unserer mechanischen Sparte, den Bremsen, Kupplungen und Getriebemotoren – einschließlich der kundenspezifischen Anpassung und der Wertschöpfung. Wir haben ein komplettes Portfolio an Automatisierungslösungen. Hier arbeiten wir mit den Kunden zusammen, um Produkte anbieten zu können, die unseren Kunden am besten dabei helfen, ihre Ziele zu erreichen.

Worauf kommt es für Sie persönlich bei einer guten Zusammenarbeit mit Kollegen und Kunden an?

Für mich sind es Haltung und Offenheit. Wenn wir alle eine realistische, positive Haltung haben, mit dem Wunsch, etwas zu verbessern, und das mit Offenheit verbinden, ist es erstaunlich, was eine gute Zusammenarbeit bewirken kann. Wenn das nicht gegeben ist, bemerkt man das schon sehr schnell. Eine richtige und klare Darstellung der Fakten gegenüber Kollegen und Kunden und die Festlegung der umsetzbaren Möglichkeiten sowie des Zeitrahmens ist wichtig, auch wenn es von der Wunschvorstellung abweicht. Doch das verbessert die Kommunikation und die Zusammenarbeit, da alle gemeinsam auf das gleiche Ziel hinarbeiten. Wir alle wollen etwas bewirken. Vertrauen und Verlass auf die Menschen, mit denen wir zusammenarbeiten, ist dafür beste Weg.

Interview: Daniel Kappmeyer