Vom Rennwagen in den Bus

Künftige Ingenieure bauen einen elektrisch angetriebenen Rennwagen für die Formula Student:

Bei den „Speeding Scientists Siegen“-Racing (S3) unterstützt KEB Automation den Fahrzeugantrieb der Zukunft – Elektromobilität im Härtetest. Aber wie hängt das mit Nebenantrieben für Busse zusammenhängt?


„Auf der Hannover Messe 2012 haben wir unsere Zusammenarbeit per Handschlag besiegelt“, sagt Kuno Winkelheide, bei KEB Applikationsingenieur im Bereich E-Mobilität. Damals kamen die Nachwuchsingenieure der Universität Siegen auf der Suche nach passenden Umrichtern für den Antrieb ihres elektrischen Rennwagens auf den KEB-Stand. „Da sind wir mit den Produkten und technischer Beratung natürlich gerne eingesprungen.“ Vor wenigen Wochen wurde der 2019er-Wagen der Studenten vorgestellt – getauft auf den Namen „Molly“.

Anfänglichen kamen die F5-Drives zum Einsatz, mittlerweile nutzt das Team COMBIVERT H6-Drives. Deren Vorteil: Der modulare Aufbau – was den H6 auch zu einem Vorreiter für die E-Mobilitätslösung T6 von KEB macht. „Dadurch kann das S3-Team die Umrichter in der Größe entsprechend den Anforderungen eines elektrischen Rennwagens anpassen“, ergänzt Winkelheide.
So können die Komponenten dort eingebaut werden, wo Platz ist. „Vier mal 75 Kilowatt in einem ‚kleinen Schuhkarton‘ zu platzieren ist schon eine spannende Ansage der Studenten“, ist Winkelheide begeistert von der Leistung der Nachwuchsingenieure.

Absprung in die Wirtschaft

KEB unterstützt das Rennwagenteam immer gerne und sehr intensiv. „Natürlich üben Rennwagen eine große Faszination auf viele Menschen aus“, so der erfahrene Applikationsingenieur, „aber für uns ist es auch eine wichtige Verbindung in die Wissenschaft.“ Neben dem Wissenstransfer arbeiten mittlerweile auch mehrere der Ingenieure des ersten S3-Teams bei KEB im Bereich Control und Automation.

Und genau davon profitiert auch die neue E-Mobilitätslösung für Nebenantriebe in kommerziellen Fahrzeugen. Die ehemaligen Renn-Ingenieure sind Teil im Entwicklungsteam des COMBIVERT T6, wodurch vollelektrische oder hybride Busse, Bagger oder Transporter schon jetzt mit Renn-Knowhow betrieben werden.
Darüber hinaus ist der enge Austausch mit dem S3-Team auch für die kooperativen KEB-Studenten und -Azubis spannend. Bei der jüngsten Präsentation, dem Roll-out des neuen „e-Renners“, bekamen sie einen Blick hinter die Kulissen. So hatten sie – abseits des Arbeitsalltags – die Chance zu sehen, was Projektarbeit in der Wissenschaft bedeuten kann: die Entstehung eines quasi neuen Rennwagens in 12 Monaten.

Die Rennen der Formula Student finden in verschiedenen Kategorien vom 5. bis 11. August 2019 auf dem Hockenheimring in der Nähe von Heidelberg statt.

Weitere Informationen:
www.s3racing.de

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