Mehr als nur Fassade: Neues KEB-Lager nimmt Gestalt an

Aktueller Stand zum Bau des Hochregallagers am Standort Barntrup

Mit einem modernen Hochregallager baut KEB Automation seinen Hauptsitz in Barntrup weiter aus. Knapp elf Monate nach Spatenstich werden die Dimensionen des Lagers von Tag zu Tag sichtbarer. Nach verschiedenen vorbereitenden Arbeiten wurden zuletzt das Dach und die Fassadenelemente montiert. Ein Überblick zum aktuellen Stand des 14 Millionen-Euro-Projekts

Die Krane neben dem Werk 1 von KEB prägen seit Wochen das Bild des Hauptsitzes in Barntrup (Nordrhein-Westfalen). Sie unterstützen beim Bau der freitragenden Lagerhalle mit ihren beeindruckenden Maßen von 45x70x25 Metern (BxTxH). Entsprechend groß sind die Elemente des Dachs und der Fassade, die Schritt für Schritt aneinandergesetzt wurden und bereits jetzt einen Eindruck davon vermitteln, wie das Lager am Ende von außen aussehen wird.

Zuvor waren jedoch umfangreiche Vorbereitungen notwendig. Zunächst standen Erdarbeiten im Baufeld des Hochregallagers an. Dabei wurden insgesamt 4.000 Kubikmeter Erdreich ausgehoben und neuer hochverdichtungsfähiger Schotter eingebracht, um die Tragfähigkeit des Bodens sicherzustellen. Anschließend wurden die neuen Sprinklertanks erstellt, die im Brandfall zum Einsatz kommen und dafür zweimal 320 Kubikmeter Wasser bevorraten. Umgerechnet sind das knapp 3.600 volle Badewannen. Im weiteren Verlauf wurden die alte und neue Sprinklerzentrale über eine Rohrleitung verbunden, um eine noch bessere Löschwasserversorgung zu ermöglichen. Schnell ins Auge fällt auch die Betonwand, die die Hallen 14 und 15 auf dem Gelände brandschutztechnisch voneinander entkoppelt.

80.000 Sack Zement und 1.000 Tonnen Stahl

In Summe wurden für das Hochregallager ganze 1.000 Tonnen Stahl verbaut. Davon wurden allein 300 Tonnen für die Bewehrung der Sohle benötigt. Den Beton für die Bodenplatte, die nach der Fertigstellung der Stahlkonstruktion eingebracht wurde, lieferten in drei Etappen insgesamt rund 200 Fahrmischer. In handelsüblichen 40-Kilo-Fertigbeton-Säcken ergibt sich so eine Summe von circa 80.000 Sack Zement.

„An den Durchbrüchen ist bereits heute zu erkennen, wie die Fördertechnik künftig verlaufen wird, die das Lager mit der Kommissionierzone in Halle 14 verbindet, um den vollautomatisierten Warentransport von einzelnen Regalfach bis an den Kommissionierarbeitsplatz zu gewährleisten“, sagt Phillip Hannesen, Digital Transformation Manager Produktion bei KEB.

In den kommenden Wochen und Monaten wird es nun darum gehen, die technische Gebäudeausrüstung wie Sprinklerleitungen, Lüftung und Beleuchtung fertigzustellen, damit anschließend der Regalbau starten kann. Geplant ist, noch vor Jahresende die gut 20 Meter langen Regalbediengeräte durch die Dachöffnung des Lagers mittels eines groß dimensionierten Krans einzubringen. Parallel zu den Gewerken im neuen Hochregallager wurde zwischenzeitlich der Rohbau des Wareneingangsgebäudes aus Fertigbetonteilen errichtet, sodass auch hier Dach und Fassade folgen können. Damit die Verladerampen durch die Lkw angefahren werden können, muss anschließend noch breitflächig das Bodenniveau vom Verkehrshof abgesenkt und ein entsprechendes Gefälle vor den Rampen erstellt werden.

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Autor: Tim Schöllmann