Motor schonen - Energie effizienter nutzen

Drehzahlvariable Antriebe sind heute fester Bestandteil in Maschinen und Anlagen. Neben grundsätzlich funktionalen Eigenschaften, wie die Geschwindigkeit von Motoren und resultierende Bewegungen zu steuern, reduzieren Frequenzumrichter erheblich die Anlaufstromspitzen und die Energieaufnahme. Dabei helfen die KEB Sinusfilter EMV.

Stoppen des Klimawandels und generell weniger C02 Ausstoß sind wichtige Themen in der Gesellschaft. Die Antriebselektronik mit modernsten Halbleitern für hohe Schaltfrequenzen und reduzierte Schaltverluste liefert einen wichtigen Beitrag, um Prozesse und Abläufe energetisch zu optimieren. Das hat aber auch Schattenseiten: Mit dem schnellen Schalten der Zwischenkreisspannung entstehen erhöhte du/dt’s aus der Pulsweitenmodulation. Diese Belasten zusätzlich die Motorwicklungen durch das Entladen von hohen Spannungen zwischen zwei nebeneinanderliegenden Windungen, was vor allem bei längeren Motorleitungen zu Frühschäden führen kann

Bei größeren Motoren führen hohe du/dt-Werte zudem zu Lagerschäden. Zwischen Stator und Rotor entsteht ein elektrisches Feld, das beim Versuch sich zu entladen, kleine Blitze zwischen Lagerkäfig und Kugeln beziehungsweise Rollen erzeugt. Diese Entladungen beschädigen den Schmierfilm im Lager, ein frühzeitiger Ausfall ist vorprogrammiert.

Um solche Schäden zu vermeiden, hat KEB die neue Baureihe der Sinusfilter EMV entwickelt. Dabei wird aus der getakteten PWM-Spannung wieder eine sinusförmige Spannung auf den Motorleitungen erzeugt und der Motor somit geschützt. Die Baureihe umfasst insgesamt sieben physikalische Größen im Anwendungsbereich von neun bis 460 Ampere.

Erprobte Anwendungsbereiche sind in Textilmaschinen mit Mehrmotorenbetrieb, Pumpen und Gebläse mit langen Leitungslängen beziehungsweise der Betrieb von alten Motoren mit Frequenzumrichter in der Chemie- und Ölindustrie oder Gepäcksortieranlagen mit offenen ASM-Linearmotoren. Die Sinusfilter EMV sichern den langfristigen Betrieb in Krananlagen mit Schleppkabelzuleitung der Motoren, an Prüfständen für Elektromotoren, sowie in Netznachbildungen (Artificial mains).