Hochleistung mit Synchronreluktanzmotoren

Synchronreluktanzmotoren – kurz SRM – und IPM-Synchronmotoren rücken zunehmend in den Fokus. Die Basis für den drehzahlgeregelten, geberlosen Betrieb, ist die Software der neuen KEB Drive Controller COMBIVERT S6 und F6.

„Mit unseren S6- und F6-Drives fahren wir grundsätzlich alle auf dem Markt befindlichen IPM und SRM – egal ob mit oder ohne Geber“, beschreibt Helmut Fichtner, Leiter Applikation bei KEB, die universellen Einsatzbereiche der Lösung.

Der Unterschied: Die freie Wahl des Motors

Während viele Angebote von SRM-Systemen aus festen Motor-Umrichter-Kombinationen bestehen, geht KEB einen Schritt weiter. Die präzise Erfassung der Rotorlage ist die Grundlage für den geberlosen Betrieb. Der Informationsgehalt steckt hierbei in der Ausprägung der stromabhängigen Induktivität in Richtung d- und q-Achse.

Die Leistungsfähigkeit des Antriebssystems wird wesentlich von der Regelungsqualität des Antriebsstellers, ebenso aber von der Konstruktion des Motors bestimmt. Aus der engen Zusammenarbeit mit Motorherstellern resultieren zudem wirtschaftlich attraktive Eigenschaften, die bisher nur durch deutlich kostenintensivere Motoren mit Gebersystemen möglich waren. Konkret bedeutet das:

Die Einsatzgebiete für den SRM ergeben sich aus dem hohen Wirkungsgrad und der daraus resultierenden guten Energiebilanz. Beispiele hierfür sind Pumpen- und Lüfteranwendungen oder langsam drehende Einsatzbereiche, wo der Fremdlüfter eingespart werden kann.

Neben der standardmäßigen Betrachtung elektrischer Größen wird in der KEB-Lösung ein exaktes Bild des magnetischen Kreises, also des Sättigungsverhaltens berücksichtigt. Durch genaue Kenntnis der sättigungsabhängigen Induktivitätsverläufe in der d- und q-Achse des Motors nebst den daraus resultierenden, notwendigen Strömen wird das sogenannte Reluktanzmoment ausgenutzt. Dadurch stellt das System aus COMBIVERT S6 oder F6 mit dem SRM einen besonders dynamischen Betrieb bereit, wie es bisher nur von geregelt betriebenen Synchron- und Asynchronmaschinen bekannt ist.

Für eine einfache Inbetriebnahme ist eine spezielle Identifikationsmethode in die neue Software integriert. Dabei werden die Einmessroutinen automatisch durchlaufen und die Sättigungsparameter erfasst.

 

Einmessroutinen durchlaufen automatisch - Sättigungsparameter werden erfasst.

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