„Gespannt bin ich besonders auf die Elektromobilität“

Neuer Leiter Applikationsvertrieb

Seit Februar ist Thomas Peters (39) neuer Leiter Applikationsvertrieb bei KEB Automation. Hier gibt er einen ersten Eindruck über seinen Start und worauf sein Fokus liegen wird.

Peters Thomas Portrait quer

Thomas Peters

Herr Peters, Sie sind seit Februar „im Amt“. Wie ist Ihr erster Eindruck?

Sehr gut. Ich arbeite ja schon seit zwölf Jahren bei KEB. Deshalb weiß ich, dass die Firma und mein Team gut aufgestellt sind. Unsere Stärken liegen besonders in der engen Zusammenarbeit mit den Kunden und dem großen Verständnis für anspruchsvolle Technik. Aber eine klare Aufgabe ist auch: Zukünftig wollen wir uns noch stärker als Anbieter von individuellen Gesamtlösungen positionieren.

Wie richtet KEB sich noch stärker als Lösungsanbieter aus?

Wir wollen auch im Bereich der Automatisierung der kompetente Partner sein, der nicht nur gute Komponenten, sondern optimale Lösungen liefert. Deshalb bauen wir die Anwendungsgebiete CNC und Servopumpen weiter aus. Hier bieten wir zukünftig komplette Pakete, sowohl aus den notwendigen Komponenten – wie aufeinander abgestimmte Drives und Motoren – aber auch die notwendige Software mit anwendungsspezifischen Lösungen.

Welche technische Lösung hat Sie in letzter Zeit besonders begeistert?

Viel Zeit und Kraft haben wir in eine Antriebslösung mit geberlosen Sicherheitsfunktionen gesteckt. Das habe ich – damals noch als Produktmanager – mit auf den Weg gebracht. Beispielsweise in der Holzbearbeitungsbranche stellt unser F6 PRO im Vergleich zu bisherigen Anwendungen mit klassischer, sicherer Geberrückführung viele Funktionen auch ohne externen Geber bereit. Dadurch können unsere Kunden noch einfachere und flexiblere Maschinenkonzepte umsetzen.

Auf welchen Markt beziehungsweise welches Produkt sind Sie 2020 besonders gespannt?

Gespannt bin ich besonders auf die Elektromobilität. Es ist ein stark wachsender Markt, dieser Trend ist nicht aufzuhalten. Da freut es mich natürlich, dass wir uns durch ein Forschungsprojekt schon relativ früh mit diesem Thema beschäftigt haben. Für mich persönlich ist dieser Bereich noch neu und es begeistert mich zu sehen, wie aus diesem Projekt mittlerweile ein Serienprodukt geworden ist. Dieser modulare Wechselrichter, unser COMBIVERT T6, treibt Nebenaggregate und  -antriebe zum Beispiel in Bussen oder landwirtschaftlichen und kommunalen Nutzfahrzeugen an.

Was sind aus Ihrer Sicht die größten Herausforderungen?

Ganz aktuell geht es natürlich in erster Linie darum, die Auswirkungen der Corona Krise bestmöglich zu handhaben. Neben den Einflüssen auf unsere tägliche Arbeit müssen wir die Herausforderung meistern, auch weiterhin wichtige Branchen mit unseren Produkten zu versorgen. So werden unsere Produkte zum Beispiel im Bereich der Lebensmittelproduktion und Intralogistik sowie der Herstellung von medizinischen Gütern eingesetzt. Darüber hinaus stehen natürlich der digitale Wandel und die Ausrichtung auf einen immer stärker digitalisierten Markt im Fokus. Ich freue mich bereits darauf, diese Herausforderungen zusammen mit meinem Team anzugehen.

Das Interview führte Daniel Kappmeyer.