COMBIVERT F6 & S6 Drives: Welche Gerätevariante für welchen Zweck? (Teil 1)

Was die Gerätevariante „KOMPAKT“ der Umrichter auszeichnet

Die COMBIVERT F6 Drive Controller und COMBIVERT S6 Servo Drives von KEB Automation vereinen Frequenzumrichter und Servoantrieb in nur einem Gerät. Im Leistungsbereich von 0,75 kW bis 450 kW regeln sie unterschiedlichste Motortechnologien, steigern die Effizienz und sorgen zuverlässig für Sicherheit. Insgesamt stehen drei verschiedene Gerätevarianten des F6 und S6 zur Verfügung. Doch welche Merkmale kennzeichnen die jeweiligen Ausführungen und für welche Applikationen sind sie geeignet? Ein Blick auf Gerätevariante „KOMPAKT“. 

In Maschinen und Anlagen auf der ganzen Welt kommen die COMBIVERT F6 Drive Controller und COMBIVERT S6 Servo Drives zum Einsatz und sorgen für den richtigen Antrieb. Die Kunststofftechnik, Holzverarbeitung, Verpackungsindustrie oder Intralogistik sind nur einige von zahlreichen Applikationsfeldern, in denen F6 und S6 die Drehzahl-, Drehmoment- und Positionsregelung übernehmen. Speziell für Servoanwendungen entwickelt, ist der S6 zudem für Überlasten von bis zu 250 Prozent ausgelegt. Da sich die jeweiligen Anwendungen in ihren Anforderungen an die Antriebstechnik unterscheiden, hat KEB gleich drei unterschiedliche Gerätevarianten der F6 und S6 Umrichter im Portfolio, um so die am besten passende Lösung anbieten zu können.  

Die Feldbuskommunikation ermöglicht die Variante „KOMPAKT“ seriell über das EtherCAT Feldbussystem, das auch in der Steuerungstechnik von KEB genutzt wird. Nicht nur die weite Verbreitung am Markt, sondern auch die Geschwindigkeit, Wirtschaftlichkeit und die leichte Implementierung machen EtherCAT zu einem der wichtigsten Feldbusstandards. Darüber hinaus ist die Kommunikation auch über VARAN möglich, mit dem sich Maschinen und Anlagen über ein leistungsstarkes und preisgünstiges Echtzeit-Ethernet verbinden lassen. Zudem verfügen F6 und S6 in der „KOMPAKT“-Ausführung über die Kommunikationsschnittstellen CAN und Diagnose RS485/232 und ein Multigeberinterface. 


Integrierte Sicherheitsfunktionen 


„Funktionale Sicherheit spielt im Anlagen- und Maschinenbau eine entscheidende Rolle – und das spiegelt sich auch in unserem COMBIVERT F6 und dem S6 wider“, sagt Stefan Höltke, Produktmanager Drives bei KEB. Funktional sichere Systemlösungen für Maschinen und Anlagen basieren bei KEB auf einer durchgängigen Architektur bis hin zur mechanischen Schnittstelle. Durch direkt im Antrieb integrierte Sicherheitsfunktionen werden Bewegungsabläufe in der Maschine oder Anlage zu jeder Zeit gesteuert, geregelt und überwacht. Das Ziel: Von technischen Einrichtungen ausgehende Risiken für Mensch und Umwelt zu minimieren. Konkret sind die Drives deshalb in dieser Variante mit Safe-Torque-Off (STO) ausgestattet.  Das Auslösen dieser Sicherheitsfunktion führt zu einer sofortigen Unterbrechung der Energiezufuhr, um das antreibende Moment schnellstmöglich abzuschalten. Der Antrieb trudelt aus.  

„Mit ihren Eigenschaften sind F6 und S6 in der „KOMPAKT“-Variante insbesondere für Anwendungen, bei denen EtherCAT oder VARAN als Feldbus genutzt werden und STO als Sicherheitsfunktion ausreichend ist, sehr gut geeignet“, sagt Höltke. Dies sei zum Beispiel im Bereich der Kunststoffspritzgießmaschinen der Fall.


Autor: Tim Schöllmann