Korpuspresse ohne Steuerung – wie geht das?

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Innovative Maschinenkonzepte beginnen häufig in der Auswahl der Steuerung – das es auch völlig anders geht, zeigt die Lösung der neuen Korpuspresse MPH450, Firma Homag Automation:

Integrierte Funktionen von Umrichtern reduzieren den Aufwand in der Steuerungsebene – mit den aktuellen Eigenschaften der Antriebssteller COMBIVERT G6 ist es möglich, das Steuern der Antriebsachsen in den Arbeitsschritten einer Korpuspresse komplett intern abzubilden. Die MPH450 Advanced kommt damit ohne eine übergeordnete Steuerung aus. Das Ergebnis ist eine wirtschaftlich besonders leistungsfähige Lösung verbunden mit kompakten Maschinenabmessungen durch den aufgeräumten Schaltschrank.

Konzipiert für den Einsatz im Handwerk übernimmt die Korpuspresse MPH 450 Advanced das vollflächige und rechtwinklige Verpressen von Möbelkorpussen. Das Herzstück der Maschine ist das vereinfachte Antriebs- und Steuerungskonzept mit zwei COMBIVERT G6 Frequenzumrichtern für die X- und Y- Achse in der Aufgabe des Verpressens.

Dem Bediener stehen per Schaltkontakt zwei in den Antriebsstellern hinterlegte Pressgeschwindigkeiten zur Auswahl. Ein Potentiometer dient über den analogen Eingang im Frequenzumrichter zur Anpassung des Pressdrucks.

Die Abfolge des Pressens, d. h. Anfahren an den zu pressenden Korpus, den Pressvorgang selbst und das Freifahren des fertigen Korpus, übernehmen die Frequenzumrichter intern mit verschiedenen Indexparametrierungen, was in etwa der Abfolge von Schrittketten entspricht, die automatisch durch interne Ein- und Ausgänge sowie Stati ablaufen. Als weiteres Kriterium stellen die G6 ein ebenfalls internes Fehlermanagement bereit.

Die Eigenschaften im COMBIVERT G6 schaffen weit mehr als eine Motoransteuerung und ermöglichen die komplette Einsparung der sonst notwendigen übergeordneten Steuerung.