Individualität wird großgeschrieben

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Dezentrale und modular erweiterbare EtherCAT I/O-Module können zum Anschluss von Sensoren und Aktoren innerhalb des Maschinenprozesses dem jeweiligen Einsatzzweck anpasst werden. Das hoch performante EtherCAT-Protokoll bleibt dabei vom ersten bis zum letzten modularen I/O Modul erhalten.

Die Module werden mittels eines Buskopplers oder einer C6 SMART Steuerung mit seitlich integriertem Anschluss in das EtherCAT-Netzwerk eingebunden. Zudem werden die Module über das Interface mit der notwendigen Systemspannung versorgt.

Die I/O Module von KEB ermöglichen die Aufnahme von analogen und digitalen Sensorsignalen, die aus dem Maschinen- und Anlagenprozess übermittelt werden. Diese Informationen werden über den EtherCAT-Bus als Prozessdaten an die Embedded oder IPC-basierende Steuerung weitergeleitet. Ein spezieller Modulabschluss wird dabei nicht benötigt, da das letzte Modul als Netzwerkteilnehmer die Hin- und Rückleitung entsprechend abschließt. Als Netzwerk-Topologie steht standardmäßig die Linienstruktur zur Verfügung, die aber wiederum unter Verwendung eines weiteren I/O-Moduls (2 Port Extender) zu einer Baumstruktur erweitert werden kann. Ergänzend gehören zum Produktportfolio auch die unterschiedlichen Temperaturmodule und Counter-Module sowie das Drive-Modul zur Regelung von Stepper- und/oder Brushless-DC-Motoren.

Bei der neuen KEB-I/O Modul-Generation erfolgt die Parametrierung wie auch deren Verwaltung anhand des CoE-Interfaces (CANopen over EtherCAT). Dadurch muss nicht mehr jeder Kanal einzeln aus dem Programm heraus initialisiert werden.

Eine neuartige Sicherheitslösung ist die Kombination aus Safety-PLC (Sicherheitssteuerung) und Safety I/O-Modul (sichere Ein-/Ausgabebaugruppe). Sie wurde entwickelt, um der wachsenden Bedeutung von Sicherheitsfunktionen Rechnung zu tragen und, um KEB-Nutzern die Einhaltung der Maschinenrichtlinie 2006/42/EG zu erleichtern. Das System kann auch in eine bestehende EtherCAT-Struktur integriert werden. Die Kommunikation erfolgt über das zertifizierte „Safety over EtherCAT“ (FSoE)-Protokoll. Es teilt sich dabei den vorhandenen EtherCAT-Bus, um die Prozessdaten zwischen den einzelnen Baugruppen auszutauschen. So können neue Maschinengenerationen immer stärker auf eine flexible Programmierung von zusätzlichen Sicherheitsfunktionen setzen.

Um das EtherCAT-System an weitere Feldbussysteme anbinden zu können, steht das Multi-Fieldbus-Interface (MFI) zur Verfügung, welches via Profinet-Slave, EtherCAT-Slave, EthernetIP-Slave oder Powerlink-Slave an über- beziehungsweise untergeordnete Steuerungssysteme angebunden werden kann.

Die  Safety-PLC wird dabei, wie auch alle anderen KEB-Steuerungen, durch das Softwaretool COMBIVIS studio 6 programmiert. Gemäß der Sicherheits-Normen nach IEC 61508 SIL 3 und DIN EN ISO 13849-1 Ple sind in dem Programmiertool zertifizierte Safety-Funktionsbausteine integriert.