Auf Luftkissen schneller im Wasser

Wer rußt fliegt raus: Umweltzonen sollen verhindern, dass Großstädtern nicht im Straßenverkehr die Luft ausgeht. Auf den Wasserwegen prägen hingegen immer noch qualmende Binnenschiffe das Bild.
 

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Dabei gibt es ausgereifte technische Lösungen, mit denen Fähren oder Personenschiffe deutlich sauberer unterwegs sein können. KEB beteiligt sich aktuell am Forschungsprojekt „BBGreen“, in dem saubere Luft eine ganz entscheidende Rolle spielt.

Das batterieelektrisch angetriebene Fährschiff nutzt ein Bett aus Luft, das den Reibwiderstand zwischen Rumpf und Wasser um bis zu 40 Prozent senkt. Auf der „BBGreen“ ist dafür ein kräftiges Gebläse eingebaut, das die Reibung durch dieses Luftpolster vermindert, je schneller das Schiff nach dem Ablegen auf dem Wasser unterwegs ist.

Dieses Prinzip arbeitet so effektiv, dass die Fähre damit automatisch über eine hohe Reichweite verfügt. Genau hier liegt bis dato die Herausforderung der marinen Elektromobilität. Als zentrales Element des Energiemanagements kommt in der Neuentwicklung die "Aktive Front End Technik" (AFE) von KEB zum Einsatz – und zwar als durchgängiges System zur Versorgung aller elektrischen Aggregate; des Antriebs sowie dem Laden der Batterien aus verschiedenen Quellen.

Diese liefern eine Spannung bis 550 Volt und lassen sich innerhalb von nur zehn Minuten laden. Die KEB-AFE-Technik wandelt dafür 600 kW Wechselstrom in Gleichstrom um und überträgt diesen präzise geregelt in die Akkus. Ob die Energie vom On-Board-Generator kommt oder von der Landversorgung ist dabei unerheblich, weil die Technik beides wandeln kann – ein kompaktes System für alles.

Mehr unter: www.BBGreen.info